LEIPZIG. (Ceto) Das Schlachten der Öl-Futures an den Rohöl-Börsen geht im Morgenhandel weiter. Nordseeöl (Bent) gab nochmals gut 2 US-Dollar je Barrel nach und kostet derzeit etwas mehr als 96 Dollar. Bei US-Leichtöl (WTI) betrugen die Verluste gut 1,50 Dollar. Binnen 24 Handelsstunden verloren die beiden für die Preisbildung in Europa und Nordamerika relevanten Preissorten gut 5 Dollar. Das Umfeld ist eindeutig weiter preisdrückend und wurde an dieser Stelle schon mehrfach beschrieben. Nur ein aktueller Fakt soll hier genannt werden, der das Preisdilemma verdeutlicht: In den USA sind die Rohöl-Reserven so hoch wie seit 22 Monaten nicht mehr, gleichzeitig sank die Nachfrage auf den niedrigsten Stand seit 15 Monaten. Besser kann man einen Käufermarkt nicht beschrieben. Zudem zeigt sich der Euro mit einem Wechselkurs von 1,24 US-Dollar erstaunlich robust. Deswegen können Heizöl-Kunden in Deutschland mit drastischen Abschlägen rechnen.